Der Unterschied zwischen Upcycling und Recycling – das zweite Leben von Plastik-Produkten

Armbänder aus ausgedienten Fischernetzen, Pullover aus aufbereiteten PET-Flaschen, Taschen aus ausrangierten Fallschirmen, Airbags oder Segeln – es kommen immer mehr Produkte mit dem Label „Upcycling“ oder „Recycling“ auf den Markt. Inzwischen gibt es zahlreiche Initiativen, die ihre Produkte überwiegend aus Kunststoff gewinnen, der aus dem Meer gefischt wurde.

Doch was steckt dahinter? Wir haben Informationen zum Thema am Beispiel von Plastik zusammengestellt. Erfahre in diesem Beitrag, was Kunststoff eigentlich ist, was es mit Recycling und Upcycling auf sich hat und wo der Unterschied zwischen beiden Verarbeitungsformen von ausrangiertem Kunststoff liegt.

Warum gerade Plastik? Weil sich an diesem Beispiel hervorragend zeigen lässt, wie Unmengen an vermeintlichem Müll durch Recycling und Upcycling einem sinnvollen Nutzen zugeführt werden kann – und es großartige Produkt-Optionen für alle Outdoor-Fans, Backpacker und Camper gibt.

Spoiler: Plastikrecycling ist grundsätzlich eine gute Entscheidung, wenn ersteinmal Kunststoffmüll entstanden ist. Die Vermeidung von Abfällen und Upcycling sind jedoch der grünere Weg, wenn es darum geht, Ressourcen zu schonen und den eigenen Konsum nachhaltig zu gestalten.

Erfahre nun, wie Du durch den verantwortungsbewussten Umgang mit Plastik Deinen eigenen Lifestyle nachhaltiger gestalten kannst.

Setze Prioritäten bei Deinen Kaufentscheidungen: die 5Rs of Zero Waste

Führe Dir Dein eigene Konsumverhalten bewusster vor Augen. So kannst Du leichter Prioritäten für Deine Kaufentscheidungen und die Wahl der Produkte setzen, die Du verwendest. Vielleicht hast Du schon einmal von den berühmten „5Rs of Zero Waste“ gehört?

  1. Refuse: Verzichten – verzichte, wann immer möglich, auf überflüssigen Konsum
  2. Reduce: Reduzieren – reduziere Deinen Müll, indem Du bewusst und nachhaltig konsumierst
  3. Reuse: Wiederverwenden – nutze Dinge so lange wie möglich. Hier zählen beispielsweise Second-Hand-Produkte und Upcycling-Produkte dazu
  4. Recycle: Recyceln – führe Kunststoffe dem Recycling-Kreislauf zu und nutze recycelte Produkte, statt solche aus neuem Plastik
  5. Rot: Verrotten – die Produktion von Müll sollte ganz am Ende Deiner Konsumkette stehen

Du willst Deinen Alltag grüner gestalten? Dann stell Dir beispielsweise folgende Fragen:

  • Wo lässt sich Plastik im Alltag reduzieren? Unser Tipp: Verzichte, wo es geht, auf Einwegverpackungen und wähle nachhaltige Mehrwegprodukte wie Trinkflaschen und Kaffeebecher aus Glas, Bienenwachstücher oder Lunchboxen für Deinen Proviant unterwegs
  • Wo kann ich Plastik durch andere – vielleicht sogar natürliche und/oder nachhaltigere – Alternativen ersetzen? Unser Tipp: Nimm einen wiederverwendbaren Gemüse- und Obstbeutel für Deinen Einkauf mit.
  • Wie kann ich Müll vermeiden? Unser Tipp: Ersetze Duschgel, Shampoo und Co. durch feste, verpackungslose Produkte.
  • Wenn ich Plastik verwende, handelt es sich um ein nachhaltiges Recycling- oder Upcycling-Produkt? Unser Tipp: Soll es Plastik sein oder gibt es keine Alternativen, kaufe bewusst Produkte mit Recycling Plastik Code.
  • Was kann ich mit vorhandenem Plastik machen, beziehungsweise wie kann ich selbst beispielsweise upcyclen? Unser Tipp: Werde kreativ, hol Dir Inspiration und gestalte Lifestyle-Produkte selbst, bevor Plastik im Müll landet.
  • Was kann ich generell dazu beitragen, damit weniger Plastik als nicht wiederverwendbarer Müll endet? Unser Tipp: Verzichte wann immer auf Produkte aus Plastik und wäge vor dem Kauf ab, ob es eventuell eine Alternative aus umweltfreundlichen, nachwachsenden Rohstoffen gibt.

Plastikrecycling in Deutschland: mehr als ein Trend

Fakt ist: Es gibt zu viel Müll auf unserem Planeten. Fakt ist aber auch: Durch Recycling und Upcycling haben wir die Möglichkeit, einen großen Teil der verwendeten Kunststoffe aufzubereiten und so unser empfindliches Ökosystem zu schonen. Abfall, der vermieden wird, landet weder im Wald noch im Meer.

Sowohl Recycling als auch das ressourcenschonendere Upcycling dienen dazu, Plastik als Rohstoff oder Material wiederverwendbar zu machen. Es ist also Sinn und Zweck, dass der Kunststoff, der im Umlauf ist, möglichst lange genutzt wird. Der entscheidende Unterschied zwischen Recycling und Upcycling ist die Art und Weise, wie das Plastik aufbereitet wird.

Wo liegt der Unterschied zwischen Recycling und Upcycling – Slow Supply

Plastik als Problem? Reduzieren, wiederverwenden, recyclen!

Schauen wir uns das Beispiel Plastikrecycling an. Laut dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) wurden 2017 „45,9 Prozent der Gesamt-Kunststoffabfälle […] dem werkstofflichen und 0,8 Prozent dem rohstofflichen Recycling zugeführt.“ Obwohl die Zahlen von Spezialisten heiß diskutiert werden, ist eins klar: Die Tendenz ist steigend.

Für die werkstoffliche Verwertung werden sortenreine Kunststoffe gereinigt, zerkleinert und zu neuem Ausgangsmaterial für Kunststoffprodukte eingeschmolzen.

Falls dies nicht möglich ist – beispielsweise bei gemischten Kunststoffabfällen – wird mittels chemischer Verfahren versucht, das Plastik in sogenannte niedermolekulare Produkte wie Öle und Flüssiggas umzuwandeln. Diese Produkte aus rohstofflichem Recycling kommen als Alternative zu fossilen Ressourcen wie Erdöl, Erdgas oder Kohle zum Einsatz.

Exkurs: Die Stoffbezeichnungen von Plastik

Der Begriff Kunststoff – oder auch Plastik – ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wer sich näher mit den Themen Upcycling und Recycling auseinandersetzt, wird zunächst auf recht kryptisch wirkende Stoffbezeichnungen stoßen. 

Econyl – Kunststoff ohne Rohöl

Eine von ihnen ist Econyl. Bei diesem Stoff handelt es sich um eine recycelte Nylonfaser. Hergestellt aus Abfallprodukten der Nylonproduktion, aus Stoffresten und ausgedienten Teppichböden, wird bei der Herstellung auf den Einsatz von Rohöl verzichtet.

RPET – Ein neues Leben für PET-Flaschen

RPET ist ein Kunststoff der aus gesammelten alten PET Flaschen hergestellt wird. Diese werden gesäubert, zerkleinert und anschließend geschmolzen. Im letzten Schritt wird die Rohmasse zu einer Folie verarbeitet, die als Verpackungsmaterial eingesetzt wird.

PET Newlife – Synthetische Seide

PET Newlife ist die Bezeichnung für eine synthetische Seide, die aus recycelten PET Flaschen gewonnen wird. Im Laufe des Herstellungsprozesses wird reines Polyäthylen aus den Flaschen gefiltert und anschließend zu seidigen fasern weiterverarbeitet.

NILIT – Eingeschränkter Einsatz von Wasser, Energie und CO²

NILIT ist ein Garn, für das Altplastik recycelt wird. Für die Herstellung wird Wert darauf gelegt Energie und Wasser nur sparsam einzusetzen und möglichst wenig CO² auszustoßen.

EVO – Biobasierte Fasern

Ein weiteres Garn zur Herstellung von Kleidungsstücken und weiteren Produkten ist EVO. Die aus Rizinusöl gewonnene Faser zählt zu den Bio-basierten Kunststoffen und wird in der Textilindustrie eingesetzt.

Was bedeutet Recycling?

Beim Recycling werden Abfallstoffe wiederverwertet, indem sie in ihre Ausgangsmaterialien zerlegt werden. Die entstehenden, sogenannten Sekundärrohstoffe können als Ausgangsstoff für neue Produkte genutzt werden. Eine Entsorgung wird somit überflüssig beziehungsweise ausgesetzt.

Bereits vorhandene Stoffe werden weitergenutzt und verwertet. So wurden 2015 in Deutschland laut der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung beispielsweise 93,5 Prozent der PET-Flaschen wiederverwendet. Aus dem recycelten PET-Granulat werden unter anderem Rucksäcke, Zelte und Funktionstextilien wie Badewäsche gefertigt.

Was sind die Vorteile von Recycling?

Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit wird auf die Aufbereitung von Kunststoffabfällen gesetzt. Plastiktüten, Backpacks, Mehrweg-Trinkbecher, Funktionstextilien und Co., die aus Recycling-Plastik bestehen, sind bei Verbrauchern beliebt. 

Jedes Stück Plastik, das dem Recycling-Kreislauf zugeführt und letztlich wiederverwendet wird, vermeidet die Neuproduktion von Kunststoff und beugt dem Verbrauch weiterer Rohstoffe vor. Wer auf Green Economy setzt, wird zudem sowohl für den Alltag als auch fürs Reisen jede Menge Alternativen für Gepäck und Ausstattung finden, die aus ökologisch verantwortungsbewussten Materialien wie Bambus, Wachs oder Bio-Baumwolle bestehen. 

Kunststoffprodukte, die hingegen einmal vorhanden und bei guter Verarbeitung häufig sehr langlebig sind, können, wenn sie dann doch einmal ausgedient haben, erneut recycelt werden und im Sinne der Circular Economy zurück in den Produktkreislauf gegeben werden.

Recycling-Plastik ist ein beliebtes Material und besonders gefragt bei Outdoor Ausrüstern und Herstellern nachhaltiger Lifestyle-Produkte. Doch leider hat auch die Weiterverarbeitung alter Kunststoffe Nachteile. So nachhaltig wie es das Marketing häufig verspricht, ist es leider nicht. Wie so oft, musst Du abwägen, ob die Investition sinnvoll ist oder nicht.

Was sind die Nachteile von Recycling?

Bei der Aufbereitung von Plastik wird naheliegenderweise Energie aufgewendet, die wiederum CO2 ausstößt. Dies führt dazu, dass der Ressourceneinsatz und Transportwege einen so großen ökologischen Fußabdruck hinterlassen, dass der Konsum von Recyclingprodukten einen deutlich negativeren Einfluss auf die Umwelt hat, als dass ihn die positive Recyclingbilanz ausgleichen könnte. 

Zudem können Plastikprodukte nie aus 100 Prozent Recyclingplastik entstehen, sondern bedürfen immer einem gewissen Maß an „frischem“ Plastik um die Haltbarkeit zu gewährleisten. Bei der Verarbeitung werden die Kunststoffe aufwendig getrennt und anschließend oft über weite Wege transportiert werden. 

Ein weiterer Minuspunkt ist die Tatsache, dass jede Aufbereitung einen gewissen Qualitätsverlust mit sich bringt und die produzierten Plastikprodukte im Nachhinein nach wie vor umweltschädlich sind und während dem täglichen Gebrauch, aber spätestens bei nicht sachgemäßer Rückführung am Ende des Produktzyklus in den Recyclingkreislauf schädliches Mikroplastik in die Umwelt abgeben.

Kaufe also nicht blind Plastikprodukte, weil sie das Label Recycling Plastik tragen. Informiere Dich über ihre Herkunft und Verarbeitung und entscheide Dich gegebenenfalls für eine noch nachhaltigere Alternative. Welche es gibt, erfährst Du in unserem Beitrag: „Nachhaltige Materialien für grüne Produkte: Wir zeigen Dir den Weg zu einem plastikfreien Lifestyle.“

Ein weiterer grundlegender Nachteil ist, dass nicht jede Art von Plastik recycelt werden kann. Sicherlich sind Dir schon einmal die Kennzeichnungen auf Kunststoffprodukten aufgefallen. Das Recycling-Dreieck, das Du beispielsweise auf der Unterseite von Kunststoffflaschen findest und die dazugehörige Ziffer dienen als Plastik Recycling Code.

Plastik Recycling Code: trägt ein Produkt die Kennzeichnung, ist es recycelbar:

  • 01 PET: Polyethylenterephtalat
  • 02 HDPE: High Density Polyethylen
  • 03 PVC: Polyvinylchlorid 
  • 04 LDPE: Low Density Polyethylen
  • 05 PP: Polypropylen
  • 06 PS: Polystyrol
  • 07 O: Other / andere Kunststoffe

Ob das Produkt vor dem Du im Supermarkt stehst oder für das Du Dich im Onlineshop interessierst, nun aus recyceltem Kunststoff besteht, wird häufig auf der Verpackung vermerkt. Zudem haben sich einige Unternehmen Möglichkeiten einfallen lassen, für Verbraucher sichtbar zu machen, dass bei einem Produkt altes Plastik wiederverwendet wurde.

Beispielsweise der Anbieter von Softdrinks und Trinkwasser Salvus, markiert die Flaschenhälse seiner recycelten Flaschen durch einen achteckigen, anstelle des sonst runden Kragens.

Was ist Upcycling?

Produkte, die ausgedient haben, also eigentlich als Abfall gelten, werden im Rahmen von Upcycling ganz einfach in neue Produkte umgewandelt. Übrigens wird Upcycling auch als kreative Zweckentfremdung bezeichnet. Hierfür werden ausrangierte Produkte als Materialien betrachtet und zu neuen Produkten umgearbeitet und aufgewertet.

Was sind die Vorteile von Upcycling?

Ob Gartenmöbel aus Europaletten, Schuhsohlen aus Autoreifen oder Kunststoffflaschen, die als Blumenkästen verwendet werden – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Upcycling ist die wohl sinnvollste und zugleich einfachste Art, aus bereits vorhandenen Materialien neue, praktische Dinge zu erschaffen.

Neben der Aufwertung des Materials ist ein klarer Pluspunkt, dass Ressourcen gespart werden: Es müssen keine neuen Rohstoffe kostenintensiv verarbeitet werden. Außerdem fällt weniger Abfall an, wenn ausrangierte Materialien einfach umfunktioniert und somit weiterhin aktiv genutzt werden.

Ein weiterer Vorteil von Upcycling und upgecycleten Produkten, ist, dass die Aufmerksamkeit der Verbraucher auf den Umstand gelenkt wird, dass zu viel Kunststoffmüll produziert wird. Sie werden darauf hingewiesen, dass, durch eine sinnvolle Weiterverarbeitung eine längere Verwendungszeit und weniger Abfälle erreicht werden können.

Insbesondere Menschen, die Wert auf nachhaltigen, bewussten Konsum legen, kommen hier buchstäblich auf ihre Kosten.

Was sind die Nachteile von Upcycling?

Birgt Upcycling auch Nachteile? Eine berechtigte Frage. Denn schließlich sollte man für einen nachhaltigen Lifestyle auch regelmäßig die eigene Sichtweise hinterfragen. Tatsächlich kann es vorkommen, dass Upcycling-Produkte keine gute Wahl darstellen.

Ein konkretes Beispiel: Nutzt Du ausrangierte PET-Flaschen als Blumentöpfe für Deinen Van oder Deine Wohnung, ist das durchaus sinnvoller, als neue Behälter aus Kunststoff einzukaufen. Allerdings solltest Du hier im Blick behalten, ob Du wirklich neue Behälter für Deine Pflanzen brauchst und was Du für Deine Bastelaktion sonst noch für Utensilien benötigst.

Müssen für die schönen neuen Pflanzentöpfe zusätzlich Klebstoffe oder Halterungen gekauft werden, um sie schließlich auf dem Balkon oder im Van zu befestigen, kippt der ökologische Fußabdruck unter Umständen ins Negative.

Ratsam ist es deshalb sich auch bei selbst gemachten Upcycling-Produkten die Frage zu stellen, ob das neu entstehende Produkt wirklich gebraucht wird und ob bei der Herstellung nicht noch weitere Ressourcen eingesetzt werden, die auf Nachhaltigkeit überprüft werden müssen.

Upcycling-Faustregel: Aus ausgedientem Kunststoff neue Produkte zu machen ist oft eine gute Idee, dennoch gilt, dass auch Upcycling-Produkte aus schädlichen Stoffen am Ende schädliche Produkte sind. Ein wirklicher Vorteil für die Umwelt ist nur gegeben, wenn sich die Materialien innerhalb eines Produktkreislaufs bewegen.

Lasse dich bei deiner Wahl deshalb nicht von den Green-Washing-Kampagnen großer Unternehmen, die mehr Geld in ihr Marketing als in die Umstellung auf eine nachhaltige Produktion investieren und hinterfrage, ob sie die Begriffe Re- und Upcycling gerechtfertig verwenden.

Recycling vs. Upcycling: Was ist besser?

Ob Recycling oder Upcycling die bessere Variante der Wiederverwendung ist? Das hängt vom Einzelfall ab. Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich dem Thema Plastik reflektiert zu nähern. Natürlich immer mit dem Ziel vor Augen: Müll soll vermieden werden.

Die 5Rs of Zero Waste – Slow Supply

Nachhaltigkeit: auf dem Weg zu „Zero Waste“

DIY: Upcycling selbst gemacht

Du möchtest selbst kreativ werden, altem Plastik ein neues Leben einhauchen und in Deinen nachhaltigen Lifestyle integrieren? Ob Du mit Deinem Backpack zu Abenteuern aufbrichst oder aber als digitaler Nomade Fan des Van Life bist – es gibt unzählige Möglichkeiten, um Upcycling Ideen in Eigenregie umzusetzen. 

Witzige und außergewöhnliche Inspirationen findest Du bei einschlägigen Seiten wie Etsy oder Pinterest, wo andere kreative Menschen ihre Ideen mit Dir teilen. Ein paar erste Lifehacks haben wir hier zusammengestellt. Da Du Kunststoffe ohne die entsprechenden Geräte und Substanzen nicht ohne Weiteres selbst aufbereiten kannst, haben wir den Fokus auf tolle Upcycling-Ideen gelegt.

Lifehack 1): Gewürzdose aus Tic Tac-Pacung

Das Schöne am Wandern sind die Aussicht, die Bewegung und die frische Luft, aber selbstverständlich gehören auf einer langen Tour auch Pausen dazu. Am liebsten auf einer grünen Waldlichtung oder auf dem Gipfel eines Berges.

Die Brotboxen sind dafür gefüllt und das Gemüse klein geschnitten. Was fehlt, ist eine kleine Prise Salz, die der Mahlzeit den letzten Schliff gibt. Doch die Salzpackung oder den Streuer aus der Küche zu entwenden, um ihn mit in die Natur zu nehmen, nimmt zu viel Platz im Rucksack weg oder läuft Gefahr auszulaufen.

Also muss eine Alternative her. Und wie eignet sich hier eine leere Tic Tac-Packung: Mit einem kleinen Löffel und etwas Geduld befüllt, lässt sich die zuvor gereinigte und getrocknete Verpackung ideal im Gepäck unterbringen, nimmt so gut wie keinen Platz weg und es besteht keine Gefahr, dass nach der Wanderung aus allen Ecken Salzkristalle rieseln. 

Ist Dir die kleine Box in ihrem alten Design nicht ansprechend genug, kannst Du sie mit Geschenkpapierresten oder Stiften verzieren. 

Lifehack 2): Taschen aus Plastikbeuteln

Du hast einen alten Beutel aus stabilem Kunststoff herumliegen? Oder eine alte Milchtüte? Wasche beides gründlich aus. Mit einer Nähmaschine und einem Druckknopf verwandelst Du beides im Handumdrehen in eine kleine Tasche, ein Portemonnaie oder einen Kosmetikbeutel. 

 Sowohl im Rucksack als auch als Organizer für Deinen Van unschlagbar – und jedes Stück ein individuelles Unikat.

Lifehack 3): Organizer aus Joghurt-Bechern für den Van und zu Hause

Du liebst Joghurt und Quark? Wir zeigen Dir wie sich aus den ausgedienten Bechern praktische kleine Ordnungshelfer basteln lassen.

  1. Wasche die Becher gründlich aus und trockne sie. 
  2. Ordner sie anschließend in einer Schublade so an, dass sie die gesamte Fläche füllen. Je größer die Lade ist, je mehr Joghurt kannst Du vorab naschen.
  3. Anschließend kannst Du kleine Utensilien, die Du unterwegs brauchst, in Deinem Organizer sortieren und musst, wenn Du sie benötigst nicht mehr lange nach einer bestimmten Schraube, Gummibändern und Co. kramen. 

Voilà: Schon hast Du eine praktisch aufgeräumte Schublade, in der Du alles, was Du brauchst, auf einen Blick findest.

Ein zweites Leben für Plastik

Plastikprodukte sind in manchen Bereichen leider auch heute noch alternativlos und haben daher durchaus Ihre Daseinsberechtigung. Dennoch bleibt das Ziel für ein nachhaltiges Leben, Kunststoffe, wenn möglich zu vermeiden. 

Ist dies nicht möglich, sind der Einsatz von Recycling und Upcycling Alternativen, die den Lebenszyklus von Produkten dieser Art zu verlängern. Wichtig bei der Entscheidung für oder gegen bestimmte Artikel ist es, sich nicht von falschen Markenbotschaften blenden zu lassen, sondern sorgsam abzuwägen, welches Material unter Berücksichtigung seiner Gewinnung, seiner Produktion und seiner Wiederverwertbarkeit die nachhaltigste Alternative darstellt. Achte deshalb bei Deiner Wahl auf die ausgewiesene Recyclingquote, die sozialen Standards in der Fertigung und den Lieferweg sowie entsprechende Zertifizierungen wie Global Recycle Standard (GRS).

Auf der Suche nach verantwortungsbewussten Alternativen hast Du Dir nun ein solides Wissen zum Thema Recycling und Upcycling zugelegt und kannst entsprechenden Produkten einen Platz in Deinem Alltag bieten. Lass uns gemeinsam ein klares Zeichen gegen Umweltverschmutzung setzen.

 

Titelbild von Juanjo Menta. Weitere Bilder von Raul De Los Santos und Shopify Partners.

 

Hannah Doths - inara schreibtÜber die Redaktion:

Hannah Doths ist Onlineredakteurin und begeistert sich für den Klettersport sowie ausgiebige Wanderungen durch die Wald- und Felslandschaften unserer schönen Erde. Mit Rücksicht auf die Natur möchte sie durch ihren vegetarisch-nachhaltigen Lifestyle einen kleinen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten.